«In der Politik geht es um Ziele, nicht um Sympathie.»

«Sich beliebt zu machen ist leichter, als stark für eine Sache.»

Doris Iten am 18. Oktober 2020
wieder in den Grossen Rat

COVID-19 – Die Krise als Chance

Das Corona-Virus ist allgegenwärtig und betrifft uns alle, ob Alt oder Jung, Reich oder Arm, Schwarz oder Weiss. Das Virus kennt keine Grenzen und hat sich innert kürzester Zeit Kilometer um Kilometer vorgekämpft und hat zwischenzeitlich die ganze Welt in seiner Gewalt. Niemand hätte vor einigen Wochen gedacht, dass dieses Virus auf einen Schlag unser Leben derart verändert und nichts mehr ist wie es war. Schulen, Läden, Restaurants und viele kleinere Firmen sind geschlossen. Täglich werden wir vom BAG aufgerufen soziale Kontakte zu vermeiden, zu Hause zu bleiben und das Social Distancing diszipliniert einzuhalten. Den wirtschaftlichen Schaden, welche diese Pandemie mit sich bringt ist kaum abzuschätzen und eine Rezession in unvorhersehbarem Ausmass steht uns noch bevor. Diese Krise wird uns bestimmt jahrelang und nachhaltig in Erinnerung bleiben. Wir stehen in jeder Hinsicht vor grossen Herausforderungen, welche uns alle betrifft.

Krise als Chance

Das Aargauer Bildungsdepartement geht davon aus, dass der Präsenzunterricht in den Schulen wegen der ausserordentlichen Lage auch nach den Frühlingsferien nicht möglich ist. Das bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler weiterhin zu Hause lernen und arbeiten und ihnen die Wissensbildung per Fernunterricht übermittelt wird. Die Schulen leisten eine hervorragende Arbeit, indem sie einen Prozess, welcher unter normalen Bedingungen zwei bis drei Jahre in Anspruch nimmt, nun innert drei bis vier Wochen umsetzen. Die Schule hat also diese Krise positiv genutzt und hat bezüglich Digitalisierung einen riesigen Schritt in die Zukunft gemacht.

Nichts desto trotz erlaube ich mir einige persönliche Gedanken:

Täglich werden wir von den Medien mit steigenden Zahlen von neuen Infizierten "zugedeckt", doch ist es nicht logisch das die Zahlen steigen wenn täglich mehr Tests eingesetzt werden? Vom BAG und den Medien wird uns täglich einsuggeriert, dass der Pike noch nicht erreicht ist und der Lockdown weiterhin nötig ist. Gleichzeitig können wir den Medien entnehmen, dass jetzt sogar die Spitäler und Rehakliniken Kurzarbeit anfordern müssen weil die Patienten fehlen?

Ich bin überzeugt, nach dieser Krise gibt es viel zu evaluieren und zu korrigieren was unsere Versorgung betrifft, zeigt aber auch wie abhängig wir vom Ausland sind.

Die Politik ist gefordert Massnahmen zu ergreifen um unsere Eigenständigkeit und Unabhängigkeit vom Ausland einzudämmen. Von den Armee-Gegner erwarte ich ein umdenken. Erleben wir doch gerade jetzt die grösste Mobilmachung seit dem 2. Wertkrieg. Die Armee und Zivilschützer stehen für uns im Einsatz und helfen den Spitälern beim Betrieb, in der Krankenpflege, der Logistik und der Reinigung. Ich hoffe, dass dies bei der nächsten Budgetdebatte Rückenwind von linker Seite gibt.

So wünsche ich mir dass wir alle bei bester Gesundheit bleiben und wir auch die wirtschaftliche Krise gemeinsam meistern.

Herzliche Grüsse
Doris Iten

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